Methode

Bei dieser Methode wird Eierstockgewebe im Rahmen einer Bauchspiegelung gewonnen. Dabei werden in Vollnarkose Anteile, oder im Einzelfall der ganze Eierstock, entnommen. Das Gewebe wird in winzige Stückchen zerteilt und bei -196°C tiefgefroren. Die Lagerung dieser Gewebestückchen in Flüssigstickstoff ist über viele Jahre möglich. Bei einem Funktionsverlust der Eierstöcke besteht so die Möglichkeit, das entnommene Gewebe zurück-zu-verpflanzen. Wenn das Gewebe anwächst, kann die Produktion weiblicher Sexualhormone und reifer Eizellen für gewisse Zeit wieder in Gang kommen. 

Verzögerung in der Behandlung 

Keine. Die Gewebeentnahme erfolgt als ambulanter Eingriff oder allenfalls gleichzeitig mit der Krebsoperation.

Risiken 

Bei dieser Methode sind zwei operative Eingriffe (erstens für die Gewebeentnahme und zweitens für das Wiedereinsetzen des entnommenen Gewebes) notwendig. Die Entnahme von Eierstockgewebe kann die Funktion des Eierstockes zusätzlich zur Chemotherapie schwächen. Bei bestimmten Krebserkrankungen besteht das Risiko, dass sich im Eierstockgewebe Krebszellen befinden, die beim Wiedereinpflanzen zu einem Rückfall führen könnten. Das Einfrieren von Eierstockgewebe nach dem 37.  Lebensjahr ist derzeit nicht erfolgsversprechend.

Rechtslage 

Es gibt derzeit in der Schweiz oder in Deutschland keine gesetzliche Regelung, welche das Einfrieren von Eierstockgewebe einschränkt.

Kosten 

Seit dem 1. Juli 2019 werden die Kosten für die Entnahme von Eierstockgewebe und die spätere Re-Implantation sowie die Lagerung während 5 Jahren nach Diagnose von der Krankenkasse übernommen. 

Die Kosten für die Entnahme von Eierstockgewebe und die Transplantation werden in manchen Fällen von den Krankenkassen übernommen. Die Lagerung des Gewebes muss immer selbst bezahlt werden.

Die Kosten der Behandlung setzten sich wie folgt zusammen: Entnahme des Gewebes: ca. 1000 - 1500 Euro, Kryokonservierung (Einfrieren und Lagerung für 1 Jahr): ca. 400 - 800 Euro und Transplantation von Eierstockgewebe: mind. 1000 Euro.

Wissenschaft 

Die Technik gilt mittlerweile als etabliert. Das Verfahren ist jedoch noch jung und man hat noch wenig Zahlen und Erfahrungen mit daraus resultierenden Schwangerschaftsraten sowie Lebendgeburten.

Notizen & Fragen

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